Seydina Osman – Andakmomm

Seydina Osman, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Andakmomm, wurde Anfang der 1990er-Jahre in Dakar geboren und wuchs im Stadtteil Yoff auf. Als autodidaktischer Künstler entwickelte er schon früh seine Leidenschaft für die Malerei. Seine Umgebung und seine kulturelle Herkunft prägen seine Arbeiten bis heute. Das Meer, der Sand und Fischernetze gehören zu den Motiven, die immer wieder in seinen Werken erscheinen.

Seine Kunst ist zugleich eng mit seinem Engagement für die Umwelt verbunden. Andakmomm sammelt Materialien an den Stränden und integriert sie in seine Werke – darunter Holz, Flaschen und Flaschendeckel, Metall, Aluminium, Bronze, Plastiktüten und Fragmente alter Fischernetze. Was andere als Abfall zurücklassen, wird so zu einem Bestandteil seiner Kunst.

Kunst aus dem, was andere zurücklassen

Andakmomm verbindet Malerei, Graffiti und Mosaik mit ungewöhnlichen Materialien und experimentellen Techniken. Neben Pinsel und Sprühfarbe arbeitet er mit Messern, Gabeln und Sand, um Strukturen und besondere Oberflächen entstehen zu lassen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Recycling. Fundstücke von den Stränden Dakars werden nicht einfach entsorgt, sondern erhalten in seinen Werken eine neue Bedeutung. Fragmente von Fischernetzen, Holz, Metall oder Kunststoff werden Teil seiner künstlerischen Kompositionen.

So entstehen abstrakte und zeitgenössische Arbeiten, die seine Verbundenheit mit Senegal und dem Meer widerspiegeln und zugleich auf die Verschmutzung der Umwelt aufmerksam machen. Kunst und Umweltschutz werden dabei zu einer gemeinsamen Ausdrucksform.